Aus dem Klimahaus

Tierischer Nachwuchs im Klimahaus

Es gibt auch Positives in diesen Tagen … Manchmal sind es die kleinen Dinge, die aufmerken lassen. In unserem Fall die kleinen Tiere im Klimahaus Bremerhaven 8° Ost. Während sich die Menschen seit bald einem Jahr mit den Folgen der Pandemie beschäftigen, haben die Tiere in der Ausstellung die Zeit „genutzt“ und sich um sich selbst  gekümmert. Die gute Nachricht ist: Es gibt jede Menge Nachwuchs!

Die kleine Hufeisennatter schlängelt sich durch die Finger des Tierpflegers.

Zwei Gelege mit vielen Eiern

Bei den Hufeisennattern, die in der Reisestation Sardinien leben, haben sich die meisten „Kinder“ eingestellt. Aus zwei Gelegen mit vielen Eiern haben sich vor wenigen Wochen 6 bzw. 7 Jungschlangen entwickelt. Die Hufeisennatter lebt an vielen Orten in Südeuropa und ist ungiftig. Sie verteidigt sich aber recht aggressiv.

Ganz anders, nämlich gemächlich, geht es bei den europäischen Sumpfschildkröten zu. Auch sie leben in Sardinien, auch sie legen Eier. Hier hat es aber nur für ein Jungtier gereicht. Das sieht zugegebenermaßen, noch etwas schrumpelig aus. Das ist aber ganz normal und legt sich nach wenigen Monaten. Dafür bekommt sie aber von den Tierpflegern umso mehr Liebe.

Die Buschviper wird dicker und dicker. Lange kann es nicht mehr dauern.

Bald noch mehr Nachwuchs?

In Kamerun geht es geheimnisvoll zu. Die dort lebende Buschviper wird seit Monaten dicker und dicker. Noch ist kein Nachwuchs zu sehen, die Tierpfleger des Klimahauses rechnen aber wöchentlich mit dem Ereignis der Eiablage. Sie ist übrigens, zusammen mit dem Steinfisch, das wohl giftigste und gefährlichste Tier im ganzen Klimahaus.

Kugelfisch Oskar. Hier beäugt er noch neugierig einen neuen Bewohner seines Aquariums, einen Einsiedlerkrebs.

Traurige Nachricht

Eine traurige Nachricht gibt es leider auch. „Oskar“, der vielen Besuchern bekannte Kugelfisch aus der Lagune von Samoa, ist kürzlich eines natürlichen Todes verstorben. Er stammte aus einem Privathaushalt und sein genaues Alter war nicht bekannt. Kaum ein Besucher hat sich auf dem Weg von Samoas Traumstrand in die Tiefsee nicht über den leuchtend gelben, kugelig runden Fisch mit den langsamen Bewegungen gefreut. Normalerweise haben die Tiere im Klimahaus keine Namen. Oskar schon. Wir vermissen ihn.

Der junge Leguan schaut noch etwas skeptisch in die Kamera.

Schönere Neuigkeiten liefern die ebenfalls sehr beliebten Fidschi Leguane in Samoa. Auch hier gibt es zwei  Jungtiere. Dass die Fidschi-Leguan-Aufzucht im Klimahaus traditionell gut gelingt ist keinesfalls selbstverständlich, sondern der guten Arbeit der Kollegen zuzuschreiben.

Das Katzenhaibaby wird zur eigenen Sicherheit noch separat gehalten.

Und nicht zuletzt bei den Katzenhaien ist die Freude große, da hier ein kleiner Hai das Licht der Welt erblickt hat. Die Besonderheit bei diesen Tieren liegt darin, dass Katzenhaie in den ersten Wochen regelmäßig fressen müssen und sich das Überleben der Junghaie erst nach einigen Monaten als gesichert herausstellt. Bisher sieht es bei „unserem“ Katzenhai“ sehr gut aus, er ist munter und fidel.

Häufig Nachwuchs im Klimahaus

Wie kommt es, dass gerade jetzt auffallend viele Tiere geboren werden? Ob es an der ruhigen Zeit ohne Besucher liegt?

Mit voller Leidenschaft bei der Sache. Tierpfleger Mirko Brüger.

„Nein, das hat weniger mit der Ruhe vor den Aquarien und Gehegen zu tun. Es sind eigentlich nicht mehr Jungtiere als sonst, es wirkt aber so, weil wir zwei größere Gelege bei den Hufeisennattern hatten. Generell  haben wir das ganze Jahr hindurch Nachwuchs. Besonders bei den tropischen Tieren spielt die Jahreszeit eine untergeordnete Rolle, weil hier das ganze Jahr ähnliche Bedingungen herrschen. Unsere europäischen Tiere bilden aber eine Ausnahme, da die meisten Tiere hier ab Sommer oder Herbst schlüpfen“, erklärt Mirko Brüger, seit vielen Jahren Tierpfleger im Klimahaus Bremerhaven 8° Ost.

Nicht alle Tiere leben in der Ausstellung

Katzenhaie leben im Klimahaus übrigens nicht in der Ausstellung, sondern in der sogenannten Quarantäneabteilung. Dort sind sie beileibe nicht die Einzigen. Schlangen, Fische, Leguane und und und. Was viele Besucher nicht wissen: Hier, hinter den Kulissen, sind weit mehr Tiere zu Hause, als die, die in der Ausstellung zu sehen sind. Funde des Zoll, Abgaben verschiedener Züchter werden hier genauso gepflegt wie Tiere, die aus anderen Zoos zur genauen Bestimmung oder Zucht hier leben.

Somit gesellen sich im Pandemie-Winter also zu den über 200 Tierarten und rund 1.000 im Klimahaus lebenden Tieren noch weitere hinzu. Es gibt auch positives in diesen Tagen …

2 Kommentare
  1. Daniela Müller sagt:

    Vielen Dank für die süssen Babynews! :-) Endlich mal positive News – für ein paar Momente ist alles andre vergessen und ein Lächeln schleicht sich auf die Lippen ♡.

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    • Holger Bockholt
      Holger Bockholt sagt:

      Hallo Daniela,
      lieben Dank! Ja, das finden wir auch. Kleine positive Dinge müssen auch wieder ihren Platz in unserem Leben haben.

      Antworten

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